Der Kuke-Bericht

Wohin führt uns der Weg im Kegelsport?

Auf der Hompage des KSC Heuchelheim ist unter dem Titel

„Wohin führt uns der Kegelsport – Bericht von Dieter Kuke
Veröffentlicht von Kai Bolte Lehrbeauftragter der Sektion Schere im HKBV“

ein Schreiben des Präsidenten des Deutschen Schere Keglerbundes an die Mitglieder des Sportausschusses und des Vorstandes des DSKB zu lesen.

Zunächst frage ich mich – Was soll das ?

  • Veröffentlicht hat es zunächst mal der Herausgeber der Webseite, wenn auch vermutlich im Auftrag.
  • Warum stellt man so ein Schreiben, ein „Bericht“ ist das sicher nicht, kommentarlos ins Netz ?
  • Was will uns der Lehrbeauftragter der Sektion Schere im HKBV damit sagen ?
  • Warum veröffentlicht unser Lehrbeauftragter das Schreiben nicht dort wo andere Kegler und Keglerinnen ihre Meinung dazu äußern können ?

Dieter Kuke äußert in dem Schreiben seine Gedanken zum Ist-Zustand im Kegelsport und welche Wege zukünftig eingeschlagen werden können.
Er beschreibt wo es nach seiner Meinung hakt und dass sich zukünftig etwas ändern muss.
An mancher Stelle wird er auch deutlich:

Aber auch die Trägheit in den Klubs und Vereinen ist mit Schuld daran, dass sich nichts mehr bewegt.

Besonders von den „Spitzenkeglern“ und Klubs erwartet er, nach meiner Meinung zu Recht, mehr Verantwortung für die Zukunft des Kegelsports.
Diese Trägheit setzt sich bis in die unteren Klassen fort und das wird noch durch Regeländerungen unterstützt, wie auf unserer letzten Sektionsversammlung beschlossen.

Die Richtung die vorgegeben wird muss eine Andere sein.
Die 4 Kegler die ohne Regeländerung die Mannschaft zurückziehen, retten die Zukunft des Kegelsports mit Sicherheit nicht.

Und Zukunft für den Kegelsport bedeutet vor allem – Nachwuchs muss her.
Doch das ist nicht leicht, wie wir alle wissen. Ich glaube auch nicht, dass Sanktionen die Klubs aus ihrer Trägheit reißen.

Allerdings bin ich durchaus der Meinung, dass man Vereine, die aktiv Nachwuchsarbeit betreiben zumindest finanziell besser unterstützen könnte.
So muss ein Verein mit vielen Jugendlichen bei den Bezirksmeisterschaften und Hessenmeisterschaften noch kräftig Startgeld abdrücken. Dazu kommen noch Spesen und die Zeit die die Betreuer aufbrigen müssen.
Das der ausrichtende Verein Startgelder für seine Arbeit erhält ist vollkommen in Ordnung, allerdings könnte man die Kosten durchaus auf alle Vereine umlegen.

Warum muss ein Verein – ab Hessenliga – eine Strafzahlung leisten wenn er keinen Schiedsrichter stellen kann ?
Ein Verein der keine Jugendmannschaft stellt bekommt keine Strafzahlung aufgebrummt.

Da stelle ich mir doch die Frage, Was ist wichtiger für den Kegelsport ?

Bitte nicht falsch verstehen liebe Schiedsrichter und -richterinnen.
Ich achte durchaus die Arbeit der Kegler und Keglerinnen die sich als Schiedsrichter zur Verfügung stellen und ihre Zeit opfern, doch die Prioritäten sollten andere sein.

Ja, jetzt kommt wieder „dadurch bekommen wir keinen Kegler mehr“, doch irgendwo muss angefangen werden.

Hier hat Kai Bolte, Lehrbeauftragter der Sektion Schere in Hessen und 1. Vorsitzender KSG 1985 Mittelhessen seine Meinung zur Zukunft des Kegelsports veröffentlicht.

2 Gedanken zu „Der Kuke-Bericht“

  1. Hallo zusammen,

    auch ich habe mir zu diesem Thema Gedanken gemacht. Ich kam zu dem Ergebnis, dass man die Vereine und Clubs zur Jugendarbeit „zwingen“ sollte. Freiwillig wird nichts passieren.

    Die Zulassung zu höheren Klassen sollte mit entsprechenden Auflagen verbunden sein. So wie beispielsweise für die Oberliga Südwest im Fußball. Hier heißt es:
    „Für die Herren-Oberliga „Südwest“ können nur Mannschaften von Vereinen
    zugelassen werden, die mindestens eine weitere Herrenmannschaft im
    Meisterschaftsspielbetrieb des Landesverbandes hat und mit mindestens drei
    Jugendmannschaften dauerhaft am Spielbetrieb teilnehmen. Hiervon muss
    mindestens eine Jugendmannschaft der A-, B- oder C-11er-Jugend-Klasse
    angehören. Die Beteiligung in einer Spielgemeinschaft wird anerkannt. …“

    Warum eine solche Regelung nicht für die Kegel Bundesligen, bzw. die höchste Landesklasse einführen? Wer für eine solche Klasse zugelassen werden will, hat mindestens vier Jugendliche (U18 oder U14) für den jeweiligen Spielbetrieb zu melden. Der Jugendliche wird nur dann gezählt, wenn er auch an den Wettkämpfen des jeweiligen Landesverbandes teil nimmt.

    Und die Ausrede, dass Jugendliche nicht zum Sportkegeln wollen, können Beispiele wie in Wetzlar oder beim KSC Wiebelskirchen widerlegen. Man muss eben nur ein abwechslungsreiches Jugendtraining anbieten. Beim KSC Wiebelskirchen sind derzeit 9 U18 und 17 U14 Spieler/innen aktiv.

    Gruß von der Saar

    HaJo

  2. Es muss einfach was von „Oben“ vorgegeben werden.
    Anders wird es nichts.
    Ich denke es wird aber auch diesmal bei „Überlegungen“ bleiben.

Kommentare sind geschlossen.